echtzeit Fiction Storytelling Spielfilm Kurzspielfilm Action Thriller deutscher Film Roland Kummant und Dietel Doreen

Fiction Produktion München

Roland Kummant und Dietel Doreen

Roland Kummant und Doreen Dietel für Steffen Müller und Philippe Klose

Langzeit – Kurzfilm Independent Fiction Produktion München:

echtZEIT – ist doch nur ein Spiel…

3 Jahre ohne Budget, trotzdem echtes HD. Kurzspielfilm, deutsche Thriller Fiction Produktion München. Von 2006 – 2009.

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Die Idee, die seit 2005 im Kopf von Independent-Filmemacher Steffen Christian Müller herumspukte, war inspiriert von computerspielsüchtigen Geschwistern und sollte die manipulative Macht der Computer über den zockenden Menschen aufzeigen. Gemeinsam mit Autor Christopher Klein nahm Steffen Anfang 2006 die Arbeit am Drehbuch auf.

Nach Rücksprache mit Kameramann Philippe Klose, war schnell klar: Lasst uns den Film klein machen – der geheime Plan: wir drehen auf der 970er DigiBeta, die braucht wenig Licht und wir weniger Leute. Im Hinterkopf schon die Finanzierungsfrage.

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Drei Monate später war die Storyline fertig und bereits in erster Drehbuchfassung vorhanden. Der heutige DVD-Klappentext: Ein Spionagering infiltriert das Onlinegame <echt:ZEIT> mit realen Missionen. Heidingsfelder (Roland von Kummant) ist ein süchtiger Zocker und tappt in die Falle. Für Bonuspunkte führt er die illegalen

Aufträge aus. Journalistin Heppler (Doreen Dietel) sammelt Beweise und wird selbst zum Ziel einer gefährlichen Mission.

Im April 2006 wurde es erstmals ausgesprochen: „Wir machen die Fiction Produktion München in Form des Independent Kurzfilms.“ Im Juni war klar: innerhalb von acht Drehtagen sollte das 19seitiges Drehbuch in München verfilmt werden. Kameramann Klose: „Viel von der Schulter, sehr bewegt und stilistisch mit kurzen, schnellen Zooms arbeiten. So wie in ‚Bourne Identity‘.“ Man war sich einig und der echtZEIT 38kreative Prozess bereits in vollem Gange. Bei der Besetzung der weiblichen Hauptrolle entschied sich Steffen für Doreen Dietel, die durch ihre ehrliche, direkte und kraftvolle Art überzeugte. Der Journalistin wird im Film auch einiges abverlangt. Mittlerweile wurden alle Motive gefunden – ein stattliches Dutzend an der Zahl, was dem Ausstatter Mirko Hensch wochenlange Nachtschichten bescherte. Auszüge der Wunschliste: Geheimtür im Computerschrottcontainer, abbruchreifes Haus auf bespielbar renovieren, Studentenzimmer morgens zur Zockerbude ruinieren, abends so tun, als ob nichts gewesen wäre.

Produktionsleiter Aki Schirmer konnte bis kurz vor Drehbeginn mit Hilfe namhafter Sponsoren Kosten in Höhe von mehreren 10 Tausend Euro vermeiden, wobei die real kalkulierten Kosten des Projekts bis Drehende mit über 100.000 EURO veranschlagt waren. Müller – Klose haben die unvermeidbaren Fixkosten selbst getragen.

echtZEIT 63Nur knapp einen Monat vor Drehbeginn sollte dann doch auf echtem, Kinotauglichen HD gedreht werden. Für einen richtigen Film wäre PAL, gerade im Hinblick auf die Postproduktion und die erhoffte 35mm Ausbelichtung, zu wenig gewesen.

Verena Reindl, von der Licht und Ton Geräteverleih GmbH, stellte die gesamte Kamera-, Licht- und Tontechnik zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Gedreht wurde auf der Sony HDW-750P, HDCam 1920×1080, 25p. Zusammen mit dem P+S Pro35 Adapter, konnte der „Kinolook“ erzielt werden.

Als Objektive kamen vorwiegend Zeiss HighSpeed Festbrennweiten, T1.3, zum Einsatz. Für einige Ausnahmen gab es noch ein kurzes Zoom 35-70mm sowie ein Weitwinkel 12mm. Von HD Vorschau Monitor, über Astra Waveformer, bis hin zur Funkschärfe erfüllte Verena der Crew jeden Technikwunsch.

Location 1 von 12 echtZeit Kurzspielfilm Fiction Produktion München

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Am 27. August 2006 ging es offiziell los und die ersten 5 Drehtage funktionierten trotz mehrfacher, täglicher Locationwechsel reibungslos. Für die sehr aufwendigen verbleibenden zwei Nachtdrehtage in Unterhaching auf dem Containergelände der Firma Umzüge Braun, musste das gesamte Team tagsüber vorbauen. Container wurden mit einem riesigen Gabelstapler positioniert, das von MBF gesponserte Ballonlicht, sowie weitere 15 KW Licht mussten aufgebaut werden. Der blutige Showdown wurde bis in die frühen Morgenstunden gedreht.

Im Se

echtzeit Produktion Filmproduktion SFX Dreh Kurzfilm Spielfilm Fiction HD Pro35

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ptember 2006 ging es mit 16 HD-Bändern in den Final Cut Pro 6 Schnitt. Dabei wurde das Projekt mit dem Codec Apple ProRes (HQ) digitalisiert. Die externe Firewire 800 Platte spielte auf einem MacBookPro IntelCore2Duo flüssig ab.

Die Produktionsfirmen, in denen Müller und Klose hauptberuflich tätig waren bzw. sind, forderten nun wieder mehr Aufmerksamkeit und wer sich in der TV- und Medienbranche auskennt, weiß, wie kurz da ein Monat sein kann. Dennoch war der Rohschnitt der 25 Szenen im Frühjahr 2007 erledigt.

Showdown Container Braun echtzeit Spielfilm Kurzfilm Crew Personal Filmschaffende Fiction Produktion München

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Es wurde auch der scheinbar richtige Mann für die noch komplett zu erstellende virtuelle Spiele-Welt gefunden, in der der Hauptdarsteller Roland von Kummant seine Metamorphose vollziehen sollte. Aber mit hohen Ansprüchen und niedrigem Budget verliert man schnell mal fast ein Jahr, wenn die Beteiligten hauptberuflich verpflichtet sind.

Mitte 2008 sollte es neben dem Making-Of endlich auch ein filmisches Lebenszeichen geben. Es wurde der Filmtrailer geschnitten. Eine Herausforderung, einen Computerspielefilm zu trailern, ohne auch nur 1 Frame eines Computerspiels zeigen zu können. Aber kaum macht man aus der Not eine Tugend, waren 45 Sekunden Trailer zu präsentieren, die Lust auf mehr machten.

Doreen Dietel echtzeit Spielfilm Kurzfilm Crew Personal Filmschaffende Fiction Produktion München

Doreen Dietel echtzeit Spielfilm Kurzfilm Crew Personal Filmschaffende Fiction Produktion München

Die Computerspielewelt wurde nicht mehr animiert, sondern durch aus dem Internet geladenes Footage eines 5 Jahre alten Egoshooters ersetzt. Somit konnte der Feinschnitt nun ohne Platzhalter weitergehen und bedeutete eine Menge lang ersehnter Kompositionsarbeit.

Obwohl das Ziel nun gefühlt in greifbarer Nähe war, kostete es noch wochenlangen Urlaub und unzählige Nachtschichten, dem noch „nackten“ Film die Computerspiele-Anmutung zu verleihen. Die letzten Monate des Jahres 2008 wurden voll und ganz dem Film gewidmet. Doch um die parallel von einem jungen, australischen Grafiker animierten Interface-Animationen, über die der Hauptdarsteller aus dem Computerspiel seine realen Aufträge bezieht, auf den grünen Laptop-Screen zu tracken, bedurfte es professioneller Hilfe.

In der Weihnachtszeit fanden sich im „Pictorion das Werk München“ die nötigen Ressourcen und vor allem die Leidenschaft zum Film, so dass uns hier am Puls der High – End Postproduktion geholfen wurde und zwar zu einem symbolischen Preis.

echtzeit Postproduktion FinalCutPro FCP 7 32 Bit Color Grading Kurzfilm Spielfilm Fiction HD Pro35

echtzeit Postproduktion FinalCutPro FCP 7 32 Bit Color Grading Kurzfilm Spielfilm Fiction HD Pro35

Am ersten Weihnachtsfeiertag begann das HD Finishing in der Firma, in der Klose mittlerweile als Senior Manager Creation tätig ist. Hier warteten neben der Sony HDW-D1800 drei FCP HD-Schnittplätze basierend auf MacPro 8 Core Rechnern. Alle Schnittplätze können über den 6TB Facilis Terrablock 24D gleichzeitig auf das Material zugreifen. Der Film sollte nun endlich auf sein natives Format gehoben werden – auf HD, 1920x1080p25 10Bit 4:2:2 uncompressed.

In Schnittraum02 wurde die Timeline mit gut 500 Clips gebatcht. Im Schnittraum03 wurde währenddessen parallel mit After Effects gearbeitet, der Abspann änderte sich zwar nur noch minimal, dafür aber täglich.

Lediglich Schnittraum01 war bemannt. Von hier aus wurde das batchen über einen Laptop mit Screen-Sharing überwacht, während weitere 10GB Footage in der 10Bit Timeline an die Auflösung als auch den Look angepasst wurden.

echtzeit Postproduktion Schnitt Grading Motion Design Filmproduktion Kurzfilm Spielfilm Fiction HD Pro35 Kurzspielfilm

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Mit einer einheitlichen HD-Timeline ging es ans Color-Grading. Mit ungefähr 600 Schnitten in 23 Minuten netto vor allem eine Fleißarbeit. Nach vier kurzen Tagen und langen Nächten war auch dies vollbracht.

Sylvester und auch die ersten Tage des Jahres 2009 verbrachten Müller – Klose noch auf Feldbetten im Schnittraum. Aber sie wurden belohnt. Die beiden Independents waren zwar mit ihren Kräften am Ende, aber glücklich, endlich das 26minütige HD Master ihres Kurzfilm-Langzeitprojektes echtZEIT in Händen zu halten.

Zwar mussten die beiden Produzenten bei allen anfallenden Kosten meist nur für ein Bruchteil des Listenpreises aufkommen, am Ende stand dennoch eine stattliche Summe. Und nach DVDs, Filmpostern und Premiere sind die beiden endgültig Pleite. Aber es hat sich gelohnt. Los geht’s auf Festivals, zeigen wir der Welt unseren Film. Er ist wie ein unsterbliches Kind, von dem die Eltern lernen. Schliesslich gewann „echtZEIT – ist doch nur ein Spiel…“ ein Festival in Los Angeles, wurde weltweit nominiert und gescreent und erhielt das Prädikat Wertvoll der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.

Den echtZEIT Trailer und das Making-Of findet man auf Youtube Trailer echtZEIT Fiction Thriller, auf Facebook gibt es eine echtZEIT Gruppe mit allen Premierenfotos. Dieser Artikel erschien in der Fachzeitschrift Kameramann in der Ausgabe Mai 2009. Autor: Steffen Christian Müller im Jahr 2009. Der fertige Film in voller Länge.

 

echtZEIT Kameramann Produktionsbericht Titelseite Mai 2009 Fiction Spielfilm Kurzfilm München

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